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VIZE WELTMEISTERIN

Der Saisonauftakt begann direkt mit einem Höhepunkt: der Weltmeisterschaft. Zehn Tage Rennen in Frankreich – und für mich fühlte sich das an wie eine Rückkehr. Die letzten zwei Jahre stand für mich vor allem eines im Mittelpunkt: Christians und seine Gesundheit 🫶🏽

Alles andere war mehr als nebensächlich. Deshalb war der Schritt zurück in den Wettkampf nicht nur sportlich, sondern auch emotional eine Herausforderung ☺️


Ich war nervös, vielleicht nervöser als je zuvor. Gleichzeitig freute ich mich sehr: das Adrenalin vor dem Start, die Konzentration, das Spiel aus Wind, Wasser und Technik.🥳

Die Bedingungen machten es uns nicht leicht. Von zehn Tagen waren nur drei Tage windig und der Wind war nie so stark, wie ich es mir gewünscht hätte 🫢 Trotzdem gab ich natürlich alles.

Fünf Rennen – eines davon konnte ich gewinnen, zweimal landete ich knapp hinter Jenna aus England auf dem zweiten Platz. Und so durfte ich am Ende den Titel Vizeweltmeisterin mit nach Hause nehmen 🥈


Für mich bedeutet dieser Erfolg mehr als eine Platzierung 🥰 Er steht dafür, dass man zurückkommen kann – trotz Pausen, trotz Zweifel, trotz allem, was das Leben einem zwischendurch abverlangt. Mit Spass, Wille und Ehrgeiz ist jederzeit sehr viel Möglich.


Es war ein emotionaler, persönlicher und sportlich wertvoller Saisonauftakt. 🥳

Und ich bin undendlich DANKBAR dass ich diese Saison 2025 so starten durfte…. Zusammen mit Christian an meiner Seite und dieser unglaublichen Leichtigkeit und Freude ♥️


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7. Juli 2025💥 WELTREKORD #6 💥


39,64 Knoten über eine Seemeile 🥹 das heisst 73.41 kmh war meine Durchschnitts-

geschwindigkeit über eine nautische Meile, sprich über 1.852kmh.

Damit war ich 2.2 kmh schneller als bei mein bisheriger Rekord 🥳🤘🏽


Diesen Weltrekord über die Langdistanz darf ich seit 2019 innehalten 🙏🏻 und ist zudem der offizielle Outright Weltrekord. Noch nie zuvor war eine Frau auf einem einhandgesegelten Segelboot über eine Seemeile schneller 🥳


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Heidi Anold-Ulrich mit geschichtsträchtiger Saison


Die gebürtige Steiner Speed-Surferin konnte im aktuellen Jahr Historisches vollbringen.

Thomas Bucheli

Die Saison 2025 wird in der Karriere der Urner Windsurferin Heidi Ulrich (41), seit diesem Jahr Heidi Arnold-Ulrich, einen besonderen Platz einnehmen. Sie stellte ein Jahr der sportlichen Superlative dar.

Zum Saisonauftakt startete die gebürtige Steinerin an der Weltmeisterschaft in Frankreich, wo die äusseren Umstände den Speed-Surferinnen einiges abverlangt haben. Arnold-Ulrich zeigte ihre Klasse und holte nach fünf Rennen hinter der Engländerin Jenna Gibson den Vize-Weltmeistertitel. «Dies zeigte mir, dass ein Comeback trotz Unterbrechungen, Zweifeln und persönlichen Lebens-Herausforderungen mit Freude, Willen und Ehrgeiz möglich ist», so die Urnerin aus Flüelen.

Ehemann als wichtiger Rückhalt

Einen entscheidenden Rückhalt in dieser Saison stellte ihr Partner und Trainer, Ehemann Christian Arnold dar. Er unterstützte die Speed-Surferin in allen Belangen. Im Juli folgte der nächste Meilenstein, denn Heidi Arnold stellte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 39,64 Knoten über eine Seemeile, das entspricht 73,41 Stundenkilometern über 1,852 Kilometer, ihren sechsten Weltrekord auf. Dabei übertraf sie ihren bisherigen Rekord um 2,2 Kilometer pro Stunde – eine enorme Steigerung auf dem hohen Leistungsniveau. Den Weltrekord über diese Distanz hält sie bereits seit 2019, doch mit dieser Fahrt setzte sie ein deutliches Ausrufezeichen. Es handelte sich um den «Outright»-Weltrekord, wo zuvor auf einem einhandgesegelten Boot keine Frau über eine Seemeile schneller war. Eine Leistung, die weltweit Beachtung fand.

Dokumentarfilm erzählt Geschichte

Doch dies war noch nicht genug für Heidi Arnold-Ulrich, denn im September im legendären «Prince of Speed» im französischen La Palme knackte sie den 32 Jahre alten Open-Ocean-Weltrekord über 500 Meter. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40,42 Knoten (74,9 km/h) raste sie über das offene Meer. Dabei erreichte sie eine Maximalgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern. So schnell war noch nie eine Frau im offenen Ozean. Die alte Bestmarke überbot die Ex-Steinerin um 0,8 km/h. Den Saisonabschluss bildete der Wettkampf in Namibia im Speed-Kanal, doch aufgrund von schwachen Winden konnten keine Rekorde erzielt werden.

Im Sommer 2026 erzählt Heidi Arnold-Ulrich in einem Dokumentarfilm ihre Geschichte über den Weg an die Weltspitze, mitsamt ihren sieben Weltrekorden, zwei Weltmeistertiteln und einem Vizeweltmeistertitel. «Eine Geschichte über Mut, Ausdauer, Rückschläge, Rekorde – und meine Liebe zum Wind.»

 
 
 

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